Die Wirkung und Anwendung von Adderall

Adderall ist ein Arzneimittel, das häufig zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eingesetzt wird. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Zusammensetzung, Wirkungsweise und möglichen Nebenwirkungen dieses Medikaments.

Zusammensetzung von Adderall: Mischung aus Amphetamin- und Dexamphetaminsalzen

Adderall besteht aus einer Mischung von vier verschiedenen Salzen des Amphetamins und Dexamphetamins. Die genaue Zusammensetzung beinhaltet Amphetaminsulfat, Amphetaminaspartat-Monohydrat, Dexamphetaminsulfat und Dexamphetamin-Saccharat. Ziel dieser Kombination ist es, eine breite Palette von Freisetzungen des Wirkstoffes zu gewährleisten, um eine langanhaltende Wirkung im Körper zu erzielen.

Wirkungsweise von Adderall: Stimulierung des zentralen Nervensystems

Die Hauptwirkung von Adderall beruht auf der Stimulierung des zentralen Nervensystems (ZNS). Dadurch werden die Konzentration, Aufmerksamkeit und Impulskontrolle verbessert. Es kommt zur erhöhten Ausschüttung von Neurotransmittern wie Noradrenalin, Dopamin und Serotonin. Diese spielen eine entscheidende Rolle bei der Signalübertragung zwischen den Nervenzellen und beeinflussen unter anderem unser Wohlbefinden, Verhalten und kognitive Fähigkeiten.

Die Anwendung von Adderall kann jedoch auch Nebenwirkungen mit sich bringen. Um mögliche Risiken zu minimieren, sollten Sie eine genaue Aufklärung durch einen Arzt genießen und das Medikament genau nach dessen Anweisung einnehmen.

Mögliche Nebenwirkungen von Adderall

Die häufigsten Nebenwirkungen von Adderall umfassen:

  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Trockener Mund
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Reizbarkeit
  • Herzklopfen oder erhöhter Blutdruck

In seltenen Fällen kann es zu schwerwiegenderen Nebenwirkungen kommen. Diese beinhalten Herzinfarkte, Schlaganfälle oder psychische Reaktionen wie Halluzinationen, Aggressionen und Selbstmordgedanken. Sollten solche Symptome auftreten oder sich verschlimmern, ist ein sofortiger Kontakt mit Ihrem Arzt erforderlich.

Anwendung bei ADHS: Dosierung und Einnahmeempfehlungen

Individuelle Dosierung

Die richtige Dosierung von Adderall hängt von vielen persönlichen Faktoren ab, wie Alter, Schwere der Symptome und individuelle Verträglichkeit. Dementsprechend variiert die empfohlene Tagesmenge von Person zu Person. Bei Kindern ab sechs Jahren wird in der Regel mit einer niedrigeren Dosis begonnen, die dann schrittweise erhöht werden kann. Bei Erwachsenen liegt die übliche Startdosis bei 5-20 mg pro Tag und kann nach Bedarf angepasst werden.

Einnahmeempfehlungen

Die Einnahme sollte in der Regel morgens erfolgen, um Schlafstörungen zu vermeiden. Um eine optimale Wirkung zu gewährleisten, ist es ratsam, Adderall regelmäßig und möglichst zur gleichen Tageszeit einzunehmen. Alkohol und andere stimulierende Medikamente sollten während der Behandlung vermieden werden, da sie die Nebenwirkungen von Adderall verstärken können.

Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen

Es gibt einige Fälle, in denen die Anwendung von Adderall nicht empfohlen oder äußerst vorsichtig gehandhabt werden sollte. Dazu gehören:

  • Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Glaukom
  • Psychische Störungen (z.B. Bipolare Störung oder Schizophrenie)
  • Suchterkrankungen im Rahmen der Genussmittelmissbrauchs
  • Einnahme von MAO-Hemmern (bestimmte Antidepressiva) innerhalb der letzten zwei Wochen

In diesen Fällen sollte die Anwendung von Adderall unterlassen werden oder nur unter strenger ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Zusammenfassung und Überlegungen zur Therapie mit Adderall

Die Pharmakotherapie mit Adderall kann bei ADHS Betroffenen zu einer deutlichen Verbesserung ihrer Symptomatik führen. Dabei ist es wichtig, die individuellen Risiken und Nutzen sorgfältig abzuwägen und mögliche Nebenwirkungen im Auge behalten. Eine genaue ärztliche Aufklärung und Betreuung sind unverzichtbar, um eine angemessene Dosierung und Anwendung sicherzustellen.

Abschließend sei noch erwähnt, dass in vielen Fällen eine Kombination aus Medikamenten und anderen therapeutischen Maßnahmen (z.B. Verhaltenstherapie oder Coaching) besonders erfolgreich sein kann. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt, welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie infrage kommen.

Schreibe einen Kommentar